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So kam der Tarraco zu seinem Namen

Der SEAT Tarraco ist in aller Munde. Der spanische 7-Sitzer-SUV kommt zwar erst Anfang 2019 auf den Markt, doch in allen Städten prangt er schon von Werbetafeln, im Fernsehen laufen Werbespots und in den Zeitungen sind die großflächigen Anzeigen kaum zu übersehen.

Eine Frage steht dabei immer neben dem neuen SEAT mit Allradantrieb: Why not now? – Warum nicht jetzt?

Im aktuellen Werbeprospekt heißt es passend dazu: „Du bist nie zu alt, dich neu zu erfinden. Du trittst nicht auf der Stelle. Du gehst den nächsten Schritt.“

Das muss den Spaniern auch durch den Kopf gegangen sein, als sie nach einem passenden Ort Ausschau hielten, nach dem sie ihren neuen SUV benennen konnten. Bekanntermaßen erhalten die SEAT-Modelle fast durchgängig Namen spanischer Städte und Gemeinden. Der SEAT Tarraco fand seinen Namensgeber schließlich im südlichen Katalonien: Tarrango.

Die Provinzhauptstadt am Mittelmeer hat eine lange und wechselvolle Geschichte hinter sich. Erste Siedlungen werden hier bis auf das Jahr 500 vor Christus zurückdatiert. Ende des dritten Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung landeten die Römer im damaligen Tarakon an. Sie fanden in den Siedlern Befreundete des römischen Volks, die ihnen später auch bei der Belagerung des neuen Carthago behilflich waren. Tarraco, wie die Stadt inzwischen hieß, wurde schließlich die wichtigste Stadt der römischen Provinz Tarraconensis, die sich von der Mittelmeerküste über die gesamte nördliche iberische Halbinsel bis an den Atlantik erstreckte. Maßgeblichen Anteil daran hatte Kaiser Augustus, der für längere Zeit in Tarraco weilte. Die Bedeutung der Stadt wuchs und im ersten Jahrhundert war Tarraco die reichste Hafenstadt an der spanischen Mittelmeerküste.

Der große Einschnitt kam in der Spätantike, als Tarraco mit dem Frankeneinfall eine Zäsur erlebte. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört, ganze Stadtviertel wurden aufgegeben. Die Reform der Reichsverwaltung unter Diokletian führte später dazu, dass Tarraconensis große Gebiete verlor. Tarraco blieb Provinzhauptstadt, die politische Bedeutung schrumpfte jedoch. Mit dem Fall des weströmischen Reichs im Jahr 476 verlor die Stadt endgültig jegliche politische Bedeutung. Die Westgoten, die die Stadt besetzten, riefen Toledo zur Hauptstadt aus. Tarragona blieb als Sitz des Metropoliten jedoch ein wichtiges kirchliches Zentrum.

716 eroberte al-Hurr die Stadt – diesmal lag die Stadt in Ruinen und wurde faktisch aufgegeben. Erst im 12. Jahrhundert wurde sie wieder besiedelt, nachdem Raimund Berengar III. seinen Machtbereich 1118 bis vor die Tore der Stadt ausdehnte und dort wieder ein kirchliches Zentrum errichtete.

Heute ist Tarragona eine der bedeutendsten Hafenstädte am Mittelmeer. Neben der petrochemischen Industrie finden sich in der Nähe große Haselnussplantagen und Weinanbaugebiete. Die Universitätsstadt ist heute auch berühmt für ihren Karneval und die religiösen Prozessionen in der Karwoche.

Über 2.500 Jahre sind vergangen von den ersten Siedlungen bis hin zur heutigen modernen Hochschul- und Hafenstadt. Zeit, in der sich die Stadt immer wieder neu erfunden hat. Zeit, in der sie nicht auf der Stelle getreten ist. Zeit, in der sie den nächsten Schritt gegangen ist. Der Name für den neuen SEAT-SUV hätte also nicht passender sein können.

Unser Verkaufsberater Tim von Nordheim war im November in Tarragona, um sich den neuen Tarraco persönlich vorstellen zu lassen und hat uns ein paar Bilder mitgebracht:


Leipzig, den

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