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2021-05-27 Oldtimer, Veranstaltungen

Sächsische Meister- Classic 2021

Sie lassen Sachsens Straßen ziemlich alt aussehen. Oder auch nicht? Die Oldtimer Rallye "sächsische Meister Classic" findet erstmalig im Land der Burgen und Schlösser statt! 60 Starter Teams bestehend aus mindestens zwei Personen erkunden vom 23. bis 25. Juli 2021 die Schönheit unseres zehntgrößten Bundeslandes. Veranstaltet wird das Event von der Kfz- Innung Sachsen West/ Chemnitz und soll unter anderem den Zusammenhalt sowie die Vernetzung ihrer 420 Mitgliedsbetriebe, welche rund 3500 Mitarbeiter beschäftigen, fördern. Die Rallye bietet einen wunderbaren Rückblick auf die Anfänge der heute auf den Straßen verkehrenden Kraftfahrzeuge und zeigt dadurch die Innovationskraft der Automobilindustrie deutlich auf. Begleitet wird die Kfz- Innung Sachsen West/ Chemnitz von dem Pascal Kapp Rallye Team, welches die Planung und Umsetzung durch seine Erfahrung der Durchführung eines Rallyes auch in Corona Zeiten, bereichert.

Frischer Wind für unsere Oldies

Ganze drei Autohaus Müller Teams nehmen an dem Oldtimer Rallye teil. Unsere drei Fahrzeuge könnten unterschiedlicher nicht sein, eins haben sie jedoch gemeinsam – sie sind alle besonders.

Ein Blick in die 20er Jahre
Das erste Team, gebildet aus Max und Martin Müller tritt mit dem Mercedes Benz 8/38 aus dem Jahre 1926 an. Nach der Gründung der Interessengemeinschaft von Benz & Cie mit der Daimler Motor Gesellschaft in 1924 galt es ein attraktives, modernes und konkurrenzfähiges Fahrzeug zu schaffen, welches entsprechend der schweren wirtschaftlichen Zeiten der 20er Jahre preiswert und somit ansprechend sein sollte. So entstand unser Teilnehmerfahrzeug, der Mercedes 8/38, auch W02 genannt. Die Grundarchitektur des zwischen 1926- 1928 hergestellte 2- Liter 6 Zylinder 38 PS starken Motors M02, wird bis heute beibehalten und gehört zu den besten Mercedes Motoren. Ebenfalls kreierte der 8/38 eine Grundlage für ein langlebiges Markenstyling, wiederzuerkennen in den prominenten Radläufen, breiten Türschwellen, umgekehrten Schutzgittern und runden Scheinwerfern vieler Nachfolger. Auf den Straßen bewies sich das 3- Gang Hinterrad Antrieb Fahrzeug mit einer Höchstgeschwindigkeit von 75 km/h.

Der 7er von früher
Unser zweites Team, Paul und Franz Müller, treten im BMW 30 Si aus dem Jahr 1972 an. Das in den Jahren 1968- 1977 hergestellte, 200 PS starke, 4 Gang- Schaltgetriebe Oberklasse Modell war das erste Fahrzeug mit der Werkcodebezeichnung E und sollte gegen die S- Klasse von Mercedes antreten. Der Sechszylindermotor beschleunigt das Fahrzeug auf eine Höchstgeschwindigkeit von 211 km/h. Die Typbezeichnung der E- Reiche wurde durch die Buchstaben S (= Sport) für höhere Motorleistung und i (=injection) für Saugrohreinspritzung ergänzt.

Unter freiem Himmel in 1968
Julian Burger und Jonas Jacob bilden zusammen mit dem Mercedes Benz 280 SL aus dem Jahr 1981 das dritte Team. Der 170 PS starke, Sechszylinder M130 Motor löste 1968 den 250 SL ab und beschleunigt das Fahrzeug bis zu 200 km/h. Das zweisitzige Faltdach Cabriolet sollte sich durch dessen äußeres Erscheinungsbild deutlich von dem Vorgängermodell abgrenzen. Der Übergang von rundlichen Formen zu einem sachlichen Stil mit ‘maskulinem‘ Erscheinungsbild wurde durch glatte Flächen, viel Nutzraum und den Verzicht auf Zierelemente geschaffen. Erstmalig war ein SL durch die W 113 Reihe (SL 230, 250, 280) auch mit Automatikgetriebe erhältlich.

Durch das Tor in Sachsens Schönheit

Die Strecke führt überwiegend durch kleine ruhige Ortschaften und wenig befahrene Straßen, die den Teilnehmern die Naturschönheit Sachsens näherbringen. Am ersten Tag, Samstag, beginnt die 220km lange Route am "Tor zum silbernen Gebirge", Chemnitz. Die drittgrößte Stadt Sachsens wurde nach dem dadurch fließenden, gleichnamigen Fluss, Chemnitz, benannt. Von dort aus geht es für die Oldtimer weiter ins Erzgebirge, welches einiges zu bieten hat. Es gilt unter allen europäischen Mittelgebirgen als eines der schönsten und wird von dem höchsten Berg Sachsens, dem 1215 m hohem Fichtelberg geschmückt. Nördlich bildet es die Grenze zu unserem Nachbarland Tschechien. Bekannt ist das "silberne Gebirge" auch für sein traditionelles Kunsthandwerk, das Holzschnitzen, so findet man dort unter anderem einzigartige Räuchermänner, Nussknacker und Schwibbögen. Weiter führt die Strecke die Teilnehmer durch das nicht weniger schöne Vogtland, in dem man neben zahlreichen Kurorten und Heilquellen auch die traditionelle Textilindustrie mit seiner weltweit begehrten "Plauener Spitze" erkunden kann. Weltweit bekannt ist ebenfalls die Ziegelbrücke "Göltzschtalbrücke", welche mit ihrer Größe ungeschlagen den ersten Platz besetzt. Durch Westsachsen führt das Rallye zurück zum Start nach Chemnitz, dort können die Oldtimer eine Rast bis zum nächsten Tag genießen. Am Sonntag führt die 80km lange Strecke die Teams durch das nicht weniger aufregende Mittelsachsen, bis sie wieder am Startpunkt in Chemnitz ankommen, wo die "sächsische Meister Classic" ihr Ende nimmt. Final wird dort der Sieger des Rallye geehrt.

Meister- Classic, mehr als nur Autofahren

Neben den einzigartigen Einblicken in die Schönheit Sachsens warten auf die Teilnehmer auch Sonderprüfungen. Sie müssen nicht nur Zeitkontrollen mit Abfahrts- und Zielzeit, Zeit- und Radarprüfungen bestehen, sondern werden unteren anderem auch auf ihre Geschicklichkeit getestet. Die Aufmerksamkeit der Teams wird bei der Bildersuche und den streckenbegleitenden Fragen im Roadbook gefordert. Dadurch bietet die "sächsische Meister Classic" eine Mischung aus Spaß, Spannung und Zeitreise pur.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg und insbesondere Freude an den wunderbaren Ausblicken und ihrem kleinen Abenteuer mit der Vergangenheit.

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