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29.07.2020 SEAT, Ratgeber

Richtig blinken in jeder Situation

Das unverwechselbare Geräusch der Blinker ist während der Lebenszeit eines Fahrzeugs rund 220.000 Mal zu hören – und dennoch werden sie oft übersehen. So kam eine von Abertis Global Observatory in verschiedenen Ländern durchgeführte Studie zur Straßensicherheit zu dem Schluss, dass durchschnittlich 44 Prozent der Fahrer beim Überholen und Spurwechseln den Blinker nicht setzen. Magnolia Paredes, die bei SEAT für Elektronikentwicklung, Beleuchtung und Tests zuständig ist, weiß: „Blinker sind unverzichtbare Signalelemente, die andere Verkehrsteilnehmer über unsere Absichten informieren.“ Das sind die wichtigsten Regeln zum richtigen Einsatz der Blinker:

Spiegel, Signal, Schulterblick, Manöver

Vor dem Beginn eines Spurwechsels oder dem Einscheren in den Verkehr – etwa aus einer Parklücke – müssen Sie sich davon überzeugen, dass das Manöver sicher ausgeführt werden kann. Schauen Sie dafür zunächst in den Rück- und den Außenspiegel. Wenn die Spur frei ist, müssen Sie das Ausscheren ausreichend lange im Voraus mit dem Blinker anzeigen, damit andere Verkehrsteilnehmer reagieren können. Es gilt: Mindestens drei Mal muss das Blinklicht aufleuchten. Bevor Sie losfahren, ist darüber hinaus ein Schulterblick erforderlich – erst danach sollten Sie einscheren. Wer beispielsweise auf einer einspurigen Landstraße überholt oder auf einer Autobahn zurück in den zuvor befahrenen Fahrstreifen wechselt, muss auch vor dem Wiedereinscheren erneut blinken – und zwar so lange, bis der Überholvorgang beziehungsweise der Fahrstreifenwechsel abgeschlossen ist.

Ein gesetzter Blinker bedeutet kein Vorfahrtsrecht

Beim Spurwechsel oder Abbiegen zeigen die Blinker anstehende Manöver an, daraus ergibt sich jedoch kein Vorfahrtsrecht. Warten Sie, bis ausreichend Platz für einen Fahrstreifenwechsel ist, und vermeiden Sie Gefahrensituationen.

Herausfahren aus einem Kreisverkehr

In einem Kreisverkehr geschehen verhältnismäßig viele Unfälle, daher ist korrektes Blinken hier besonders wichtig. Wenn Sie in einen Kreisverkehr hineinfahren, müssen Sie nicht blinken, sondern erst dann, wenn Sie in einem mehrspurigen Kreisel die Spur wechseln oder den Kreisverkehr an einer Ausfahrt verlassen.

Warnblinkanlage nur bei Gefahr oder Notfall

Viele Fahrer schalten fälschlicherweise die Warnblinkanlage ein, wenn sie kurz rechts ranfahren und anhalten oder parken möchten. Richtig ist es, nur den Blinker auf der Seite zu setzen, auf der das Fahrzeug zum Stehen kommen soll. Anders verhält es sich beim Annähern an ein Stauende: In dieser Situation müssen Sie die nachfolgenden Autofahrer durch Betätigen der Warnblinkanlage vor der Gefahrensituation warnen.

Vom Blinkerhebel zur dynamischen LED-Anzeige

Die Stummfilmschauspielerin Florence Lawrence, die viele für den ersten richtigen Filmstar halten, erfand 1914 den Blinker. Sie liebte das Autofahren und nahm an den Modellen, die sie kaufte, verschiedene Veränderungen und Verbesserungen vor. Beispielsweise brachte sie eine spezielle Vorrichtung am hinteren Kotflügel des Autos an. Auf Knopfdruck hob oder senkte ein Arm ein Signal, das die Richtung anzeigte.

Rund ein Jahrhundert später sind Blinker mit LED-Technologie der aktuelle Stand der Technik. „Sie sind wirtschaftlicher und sicherer, da sie im Gegensatz zu konventionellen Leuchten über die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeugs halten“, erklärt Magnolia Paredes. Aus ästhetischer Sicht ist dank „LEDs und der Verwendung von Lichtführungen eine vollständige Integration der seitlichen Blinklichter in die Außenspiegel möglich, was wiederum die Optik der Front- und Heckpartie verändert“.

Eine weitere Neuheit ist der dynamische Blinker, der aus mehreren Lichtsegmenten besteht, die nacheinander aufleuchten – von der Mitte nach außen. Der neue SEAT Leon ist in den Ausführungen XCELLENCE und FR beispielsweise mit Blinkern ausgestattet, die in die Außenspiegel integriert sind. So können Manöver deutlicher angezeigt werden. Die Voll-LED-Leuchten erzeugen insgesamt bis zu 900 Lumen und umfassen elf LED-Scheinwerfer sowie ein durchgängiges Leuchtband (Coast-to-Coast) am Heck und dynamische Blinker. „Da andere Fahrer die Bewegung deutlich wahrnehmen, wissen sie genau, wohin das Fahrzeug fährt. Dadurch wird die Verkehrssicherheit erheblich verbessert“, so Magnolia.

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